Irische Dialekte
Es gibt verschiedene irische Dialekte. Grob gesagt, kongruieren die drei Hauptdialekte mit den provinzen von Munster (Cúige Mumhan), Connacht (Cúige Chonnacht) und Ulster (Cúige Uladh).Munster Dialekte
Munster Irisch wird in Gaeltachtaí von Kerry (Contae Chiarraí), Muskerry (Múscraí), Cape Clear (Oileán Cléire) im westen Teil der Region Cork (Contae Chorcaí) und die kleine Anzahl von Irischsprechenden in An Rinn in der Nähe von Dungarvan (Dún Garbháin) in der Region Waterford (Contae Phort Láirge) gesprochen. Die größte Unterabteilung in Munster ist die, die zwischen Decies Irisch (in Waterford gesprochen) und dem restlichen Munster Irisch besteht.Einige typische Eigenschaften des Munster Irisch sind:
die Verwendung von persönlichen Endungen statt Pronomen mit Verben. So ist "Ich muß" in Munster caithfead, wenn andere Dialekte caithfidh mé (mé bedeutet "Ich") vorziehen. "ich war und du warst " ist "Bhíos agus bhís" in Munster aber "Bhí mé agus bhí tú" in anderen Dialekten.
Gegenüber Nasalen und "ll" werden kurze Vokalen länger, wenn andere diphthongiert werden.
Eine Kopula-Konstruktion wie "ea" wird häufig gebraucht.
Connacht Dialekte:
Der Hauptdialekt von Connacht-Irisch findet man in Connemara und den Aran Islands. Einigermaßen ist dieser Sialekt ziemlich unterschiedlich vom allgemeinen Connacht-Irisch, aber da die meisten Connacht Dialekte während dem letzten Jahrhundert ausgestorben sind, ist Connemara Irisch oft als Connacht-Irisch gesehen. Nahe bei der traditionellen Connacht-Irisch liegt der bedrohende Dialekt, der in der Region an der Grenze zwischen Galway (Gaillimh) und Mayo (Maigh Eo) gesprochen wird. Das Irische von Tourmakeady (Tuar Mhic Éadaigh) in Süden von Mayo (Maigh Eo Theas) und Joyce Country (Dúthaigh Sheoige) sind als die lebende irische Dialekte die sehr ähnlich wie die Mittelirische Sprache sind. Der Dialekt Erris (Iorras) und Achill (Acaill) von Norden Mayo ist wesentlich ein Connacht-Dialekt in Grammatik und Wortkonstruktion. Er zeigt aber Ähnlichkeit im Wortschatz mit Ulster-Irisch, aufgrund der groß angelegten Immigration von Enteigneten nach der Ulster Plantation.Connemara-Irisch ist sehr populär unter Schüler, dank dem autodidaktischen Lehrbuch von Mícheál Ó Siadhail "Learning Irish". Jedoch gibt es Merkmalen in Connemara-Irisch, die nicht als Standard akzeptiert werden, ganz besonders der Vorzug für die Endungen der Verbalnomen in -achan, wie lagachan statt lagú, "Schwächung". Die nicht-standardisierte Aussprache mit verlängerten Vokalen und schwer-reduzierten Endungen geben dem Connemara-Irisch seinen erkennbaren Klang.
Ulster Dialekte:
Der bedeutendste der Ulster Dialekten ist heutzutage der von Rosses (na Rosa), der umfassend in Literatur bei Autoren wie die Bruder Séamus und Seosamh Mac Grianna benutzt werden, örtlich als Jimí Fheilimí und Joe Fheilimí bekannt. Dieser Dialekt ist hauptsächlich derselbe wie der von Gweedore (Gaoth Dobhair= Inlet of Streaming Water), derselbe Dialekt, der bei der Muttersprachler Enya (Eithne) und ihren Geschwistern in Clannad (Clann as Dobhar = Family from the Water) gebraucht wird.Ulster-Irisch klingt sehr anders und teilt verschiedene ungewöhnliche Merkmalen mit der Schottisch-Gälischen Sprache. Es hat auch viele charakteristische Wörter und Schatten von Bedeutungen. Dennoch ist es bestimmt eine Übertreibung, Ulster-Irisch als eine zwischenliegende Form zwischen Schottisch-Gälisch und den irischen Süd- und Norddialekten zu sehen, nach dem Untergang dieser Dialekten, die damals als Muttersprache von Nordirland gesprochenen Dialekten. In der Tat hat das Schottisch-Gälisch viele andere Merkmalen, die nichts mit dem Ulster- sondern mit dem Munster-Irischen zu tun haben.
Ein deutlicher Charakterzug des Ulster-Irischen ist die Verwendung von negativen Mittelwörter "cha(n)", wo die Munster- und Connaught-Version "ní" verwendet. Eben in Ulster, cha(n), enteignete die meisttypische Form des Schottisch-Gälisch "ní" nur in östlichsten Dialekten (einschl. die verstorbenen, die damals in Nordirland gesprochen waren). Die Praxis scheinte zu sein, daß cha(n) meistens bei Beantwortung zu einer Meinungsäußerung gebraucht wird, entweder beim Bestätigen einer negativen Äußerung (Níl aon mhaith ann - Chan fhuil, leoga = "Es ist nicht gut " - "Tatsächlich ist es nicht gut") oder beim Einspruch einer affirmativen (Tá sé go maith - Chan fhuil! = "Es ist gut " - "Nein, ist es nicht!"), wenn ní beim Antwoten einer Frage gebraucht wird (An bhfuil aon mhaith ann? - Níl = "Ist es überhaupt gut ?" - "Nein").
Andere Regionen
Die existente Dialekte der Irischen Muttersprachler von Leinster,die vierte Provinz Irland, starb im Laufe des 20. Jahrhundert aus. Es gibt aber Aufzeichnungen von einigen, die bei der Irischen Kommission für Folklore gemacht wurden.Das Irische von Meath (in Leinster) ist ein besonderer Fall . Es gehört zu dem Connemara-Dialekt, da die irischsprechende Gemeinschaft in Meath hauptsächlich eine Gruppe von Connemara-Sprechenden, die dort in den 1930er gezogen sind, nach einer Bodenreform, die bei Máirtín Ó Cadhain ( an einem späteren Zeitpunkt einer der größten Modernistautoren in dieser Sprache) angeführt wurde.
Ähnlichkeiten
Die Unterschiede zwischen Dialekten sind erheblich und führten zu wiederkehrenden Schwierigkeiten, um Standardirisch zu definieren. Sogar alltägliche Sätze können aufschreckende dialektische Variationen beweisen: Das Standardbeispiel ist "Wie geht's dir?":Ulster: cad é mar atá tú? ("Was ist wie du bist?" Anmerkung: caidé oder goidé sind alternative Wiedergaben von cad é)
Connacht: cén chaoi a bhfuil tú? ("welche Art [ist es] daß du bist?")
Munster: conas taoí? ("Wie geht's dir ?")
in letzter Zeit sind Verbindungen zwischen Sprechern von verschiedenen Dialekten gewöhnlich und gemischte Dialekte entstanden. Jedoch versuchen viele Dialektsprechenden (insbesonders Ulster) neidisch, ihre eigene Gattung gegen Einflußkräfte von anderen Dialekten zu bewähren. Unter Zweitsprachlern kann es wie eine Suche für Authentizität gesehen werden. Regionale Akzente werden üblicherweise an Zweitsprachlern gelehrt und nachgemacht: ein städtischer Zweitsprachler in Cork City (Cathair Chorcaí) versucht sehr wahrscheinlich, der Coolea oder Kerry Dialekt nachzuahmen; einer aus Belfast (Béal Feirste) neigt ein aus dem Rosses Dialekt von Donegalspeak modellierten Irishen zu; und Irischsprechenden von Galway, die nebenan Connemara leben, werden ihr Bestes tun, um wie einen Connemara-Muttersprachler auszusprechen.
Es besteht auch einen Jargon, der Shelta heißt, und der teilweise auf dem Englischen und teilweise auf dem Irischen aufgebaut ist. Er wird von den irischen Reisendern gebraucht.
|
|





